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Johannes Bobrowski Grabstätte

Friedhof Peter-Hille-Str.
12587 Berlin
Tel.:  
barrierefrei: ja

Der bedeutende deutscher Lyriker, Erz√§hler und Nachdichter Johannes Bobrowski (1917‚Äď1965) war Sohn eines Eisenbahnbeamten und besuchte ab 1928 das Gymnasium in K√∂nigsberg. Einer seiner Lehrer war Ernst Wichert. 1937 zog er nach Berlin-Friedrichshagen und nahm ein Kunstgeschichtsstudium auf. Im selben Jahr wurde er zum Arbeitsdienst verpflichtet und mu√üte ab 1939 am Krieg teilnehmen. Als Angeh√∂riger der Bekennenden Kirche hatte er Kontakt zum christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Von 1945 bis 1949 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, wo er im Kohlenbergbau arbeitete. 1941 schrieb er aufgrund seiner Erlebnisse erste Verse, die 1943/44 in der Zeitschrift "Das Innere Reich" publiziert wurden. Von 1950 bis 1965 war er in Berlin als Lektor und Cheflektor t√§tig. Bobrowski verstand sich stets als deutscher Dichter, der eine Trennung in ost- und westdeutsche Literatur ablehnte: ‚ÄěIch bin, meiner √úberzeugung nach, ein deutscher Schriftsteller. So wie einige meiner Freunde in Westdeutschland, Westberlin oder Frankreich deutsche Schriftsteller sind.‚Äú Sein Werk ist getragen vom Erlebnis osteurop√§ischer Landschaft, ihrer Menschen und ihrer Geschichte. 1964 erschien der Roman "Lewins M√ľhle" und 1966 der Roman "Litauische Klaviere". 1967 erschien postum seine Lyrik "Wetterzeichen", Verse, die das Erinnern und das Bewu√ütmachen eigener schuldhafter Vergangenheit beschreiben. Bobrowski erhielt 1965 den Heinrich-Mann-Preis und 1967 den F.-C.-Weiskopf-Preis. Er wurde in K√∂penick auf dem Christophorus-Friedhof , Peter-Hille-Stra√üe 84, bestattet. Die Grabst√§tte im Feld gestaltete der K√ľnstler Wieland F√∂rster. Sie ist heute ein Ehrengrab des Landes Berlin. Quelle: www.wikipedia.org

Verkehrsanbindung: S Bhf Friedrichshagen, Tram 60, 61 bis Marktplatz, Fußweg

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